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Dem Südtiroler wird
ja nachgesagt, dass er ein kluger Menschen-schlag sei.
In der Tat holt er stets das Beste für sich heraus. Ge-
witzt, wie er halt so ist, verbindet er italienische
Lebensart mit älplerischer Bodenständigkeit. Die
Bewohner der Südtiroler Ge-meinde Eppan bilden da keine
Ausnahme.
In Eppan oder auch Appiano, wie die Italiener sagen,
schlägt das Herz Südtirols. Die atemberaubende Kulisse
der Dolomiten genießt man vorzugsweise bei einem guten
Glas Wein. Davon gibt es schließlich mehr als genug.
Nicht umsonst liegt Eppan an der Weinstraße. Dank des
mediterranen Klimas gedeihen über 20 ver- schiedene
Rebsorten südlich des Brenners. Ein Tipp: Probieren Sie
in einem der vielen lauschigen Gastgärten an den
Berghängen einen Lagrein, den gehaltvollen und samtigen
Rotwein aus der Gegend. Derart entspannt, genügt ein
Blick ins Tal, um die har-monische Einheit von
Landschaft und Architektur zu erkennen.
Tiramisù oder
Apfelkiachl?
Der Gegensatz zwischen Nord und Süd hat eine eigene,
für das Gebiet typische Richtung, hervorgebracht: den
Überetscher Bau-stil. Alte Erker mit
geraniengeschmückten Fenstern, herrschaft-liche Ansitze
und urige Weinkeller sowie zahlreiche Burgen und Klöster
zeugen von einer kunstreichen Vergangenheit. Auch in der
Küche ist auf äußerst erfreuliche Weise der italienische
Einfluss zu spüren. Was auf den Teller gezaubert wird,
spiegelt die Land-schaft und Kultur des Landstrichs
wider. Zu Lasagne, Pasta al Pes-to und Maccheroni ai
Formaggi gesellen sich Südtiroler Wein-suppe, deftige
Speckknödel und Kasnocken. Die Qual der Wahl ist
unerbittlich groß. Tiramisù oder Apfelkiachl? Das ist
hier die Fra-ge.
Sport oder Faulenzen?
Rührt sich nach dem Schlemmen das Gewissen, ist man in
Eppan richtig. Als Ausgangspunkt für viele sportliche
Aktivitäten ist die Gemeinde nahezu ideal. Zahllose
Kletter- und Wandertouren in die Dolomiten sorgen für
Kalorienabbau und eine Verbesserung der Kondition.
Vorsicht ist allerdings auf den Almhütten geboten:
auch hier wird mit Verve gekocht. Radfahrer und
Mountainbiker können aus einem reichen Angebot an
Strecken auswählen. Wer mit dem Rad etwa auf den
Mendelpass fährt, wird mit einer überwältigenden
Aussicht auf die Tiefebene um Bozen und den
Kalterersee belohnt. Zuvor müssen auf der kühn in den
Fels gehau-enen Straße aber einige Spitzkehren und
Steigungen bewältigt werden.
Wer lieber gemütlich
verdaut, der sollte das Naturschutzgebiet
Montiggl mit seinem herrlichen Mischwald aufsuchen.
Eingebettet in eine liebliche Wald- und Hügellandschaft
bieten der Große und der Kleine Montigglersee eine
besondere Atmosphäre beim Faulen-zen. Auch zu den
Badestränden des Kalterersees ist es nur ein
Katzensprung.
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