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portugal/
 
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| benfica
lissabon vs. estoril |
ort: lissabon
stadion:estádio da luz
datum: 06/12/04
zuschauer: ca. 10.000
ergebnis: 2:1
text:
günter vielgut |
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b u c h t i p p/
Manchester United vs. Benfica - 1968 European Cup Winner's Cup
FinalErinnerungen
an ein großes Finale: George Best & Co deklassierten
Benfica, damals eine Fixgröße in Europas, in Wembley mit 4:1. Eine
Verklärung aus britischer Sicht! |
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b u c h t i p p/
Portugal 2004; von Südwest Verlag
Eine denkwürdige EM-Endrunde
mit dem Europameister des Schreckens: Griechenland. Mit
effektivsten Grottenfußball bezwang "Rehakles" Holzfällertruppe
den Europameister der Herzen Portugal. |
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Tobender Trappatoni
im Estádio da Luz |
Vom Flutlicht hell
erleuchtet strahlt das Estádio da Luz in den Nachthimmel
von Benfica, den größten Stadtteil von Lissabon,
zugleich auch Heimat von Sport Lisboa e Benfica. Als
wollte die Stadionverwaltung die vorweihnachtliche
Lichtorgie in der portugiesischen Metropole noch
übertrumpfen, wirkt die hypermoderne Fußballschüssel wie
ein riesiges illuminiertes UFO. Anlässlich der EURO 2004
hingestellt, spielt sie alle Stücke und entspricht voll
dem Trend, Stadien als Erlebniswelten zu konzipieren.
Das da Luz könnte dementsprechend problemlos auch in
Gelsenkirchen stehen: Lokalkolorit, Unverwechselbarkeit
und Charme bleiben auf der Strecke. Ein schönes Beispiel
für effektives Stadionmarketing sind die Ticketautomaten
vor dem Stadion, vor denen die Benfica-Fans geduldig
Schlange stehen. Der alte Maronibrater daneben erscheint
beinahe schon ein wenig anachronistisch, ein Relikt
vergangener Tage. Drinnen ist es blitzsauber,
aufgeräumt, fast steril. Die Fans wirken ein wenig wie
Fremdkörper, so als ob sich Stadion und Mensch erst
aneinander gewöhnen müssten. Aber das wird schon noch
werden.
Ob´s mit Benfica selbst noch etwas wird in dieser
Saison, bleibt allerdings fraglich. Seine
Titelambitionen verbirgt das Team – obwohl in der
Tabelle noch gut dabei – an diesem kühlen Dezemberabend
meisterlich. Der Nachzügler aus dem nahen Badeort
Estoril geht bereits in der 4. Minute in Führung, danach
plätschert die Partie auf hohem technischen Niveau
dahin, bis Simao
den Ausgleich erzielt. Der Jubel der Menge geht jedoch
rasch in Zorn über, als der Schiri einen Benfica-Akteur
mit Rot vom Platz stellt. Obwohl nur etwa 10.000 Fans
gekommen sind, ist es extrem laut. Die Akustik ist
schlicht beeindruckend. Nicht auszudenken, wie
infernalisch der Lärm sein muss, den 65.000 in einem
ausverkauften Stadion machen.
Kurz vor der Pause zeigt das Donnergrollen Wirkung. Der
Unparteiische pfeift einen Elfer für Benifca – Estoril
ist fassungslos. Benfica staunt selbst ein wenig. Simao
nimmt die milde Gabe an und stellt auf 2:1. In der
zweiten Halbzeit passiert nicht mehr viel. Zeit genug,
um das Auge zum Spielfeldrand zu lenken: Im Ruhezustand
ist der Benfica-Trainer zwar nicht identifizierbar,
seine Gestik verrät ihn jedoch sofort. Trappatoni tobt
die Coaching-Zone entlang. Grandios!
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